Evaluation von Projekten in der beruflichen Bildung

Das itf Schwerin hat im Rahmen von BMBF-Projekten, EU-Projekten (Evaluation von EQUAL-Entwicklungs-partnerschaften) und BiBB-Modell­­versuchen seit 1991 zahlreiche Untersuchungen zur Wirksamkeit von Programmen und Projekten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung durchgeführt. Gegenstand solch wirkungsanalytischer Untersuchungen waren in der Regel der individuelle Nutzen bzw. die Wirkung einer Teilnahme an Bildungsangeboten, aber auch die organisatorisch-strukturellen  sowie regionalen und überregionale Wirkungen von Projekten.

Um die Strategien von Programmen, Projekten oder Netzwerken nutzbringend umsetzen, beurteilen und nachvollziehen zu können, bedarf es einer angemessenen projektbezogenen Evaluationsmethodik, die geeignet ist, die Arbeit aller beteiligter Akteure zu begleiten und ihre Qualität kontinuierlich zu steigern. In diesem Sinne werden Evaluationsaufträge durch das itf Schwerin in enger Kooperation mit den Akteuren realisiert. Ziel ist es, Ansprüche der Programmförderer und der Projektnehmer so zu berücksichtigen, dass über die Tätigkeit der Evaluation ein entscheidender Beitrag zur Qualitätssicherung der Vorhaben, zur Kompetenzentwicklung aller beteiligten Akteure sowie zur Extrahierung innovativer Ansätze geleistet werden kann. Dieses Handeln geht von den Ansätzen der formativen Evaluation aus und begreift den Evaluator als aktiven Begleiter, als Agenten des Wandels und Ratgeber bei den permanent notwendigen Anpassungs- und Veränderungsprozessen, der nicht nur Funktionen der Bewertung sondern vor allem auch Funktionen der Begleitung und Unterstützung wahrnimmt.

Hierzu wurde ein umfassendes methodisches Know-how entwickelt, welches den methodischen Standards der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DegEval) entspricht. Danach sollen Evaluationen vier grundlegende Eigenschaften aufweisen:

  • Nützlichkeit
  • Durchführbarkeit
  • Fairness
  • Genauigkeit

Zur Durchführung von Evaluationsaufträgen können folgende sozialwissenschaftliche Methoden durch das itf Schwerin eingesetzt werden:

  • Dokumentenanalysen
  • Teilnehmende Beobachtungen
  • Expertengespräche
  • Leitfadeninterviews mit verantwortlichen Projektakteuren
  • Tiefeninterviews mit Teilnehmerinnen
  • Schriftliche Befragungen, wie z.B. Fragebogenerhebungen teilnehmerbezogener Grunddaten sowie zur Zielgruppencharakteristik (Eingangsfragebogen)
  • Fragebogenerhebung teilnehmerbezogene Bewertungen (Ausgangsfragebogen)
  • Fragebogenerhebungen zur Netzwerkstruktur
  • Leitfadengestützte Telefoninterviews
  • Gruppendiskussionen
  • Struktur-Lege-Technik

Die Wahl des Vorgehens und der Methoden erfolgt in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber und den Zielen der Evaluation selbst. Anspruch des itf Schwerin ist es, die Projektevaluation mit einer handlungs­orientierten und qualitätsbeeinflussenden Dimension auszustatten.

Ansprechpartnerin

Dipl.-Psych. Pamela Buggenhagen

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